Der Kampf der Buchindustrie gegen die Piraterie

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Erst kürzlich wurden von dem Börsenverein des Buchhandels die aktuellen Zahlen vorgelegt, es sollen von ungefähr 800.000 Lesern über 14 Millionen digitale Bücher leider illegal heruntergeladen worden sein. Das entspricht einsetzende 62 Prozent der gesamten geladenen Werke. Diese vom Börsenverein angegebenen Zahlen sind allerdings nicht vollkommen eindeutig und sehr umstritten, denn sogar die Downloads von allen privaten Internetseiten, wie Blogs oder Newsforen wurden darin als „illegal“ eingestuft.

Fest steht auf jeden Fall, dass zu viele Digitale Bücher aus dem Internet illegal geladen werden. Es Gibt unzählige verschiedene Seiten auf denen die Bücher kostenlos und somit auch fast immer Lizenz frei geladen werden können.

Manchmal braucht gerade mal einen einzigen Tag, bis die Top 10 der Bestseller online sind, diese bekommt man ohne großen Aufwand auf Seiten wie zum Beispiel buecherkiste.org boerse.bz leecher.to ebookload.org  debooks.org und gulli.com.

Nutzer, die mit Pseudonymen Namen angemeldet sind, freuen sich und bedanken sich bei allen Usern, die ab und an mal Bücher „spenden“. Die Leser-Freunde versorgen sich gegenseitig auf solchen Webseiten mit neuem Stoff. An sich eigentlich eine gute Idee, mit den sogenannten „Spenden“ ist allerdings leider das rechtlich nicht erlaubte Hochladen der Bücher gemeint, welche die „Spender“ entweder gekauft oder bereits auf anderen illegalen Webseiten gedownloadet haben.

Nach den verschiedenen Sparten geordnet, findet man auf Internetseiten wie boerse.bz, bis zu tausende Bücher, die kostenlos zu laden sind. Nach dem unkomplizierten Download kann man diese dann auf elektronischen Geräten wie zum Beispiel das iPad oder auf einem Ebook-Reader übertragen.

Das Sortiment dieser Seite ist zwar in dem Vergleich gesehen zu der angebotenen Musik, den Serien und den Filmen noch relativ überschaubar, allerdings trotzdem immer noch groß genug, um den Buchverlagen gehörig Angst zu machen. Außerdem ist die Seite boerse.bz noch lange nicht die einzige Internetseite, die digitale Bücher, Musik, Filme und viel mehr anbietet, es gibt noch Dutzende weitere im großen World Wide Web. Die auf E-Bücher Spezialisierten Webseiten, wie beispielsweise buecherkiste.org, bieten weitaus mehr als 5600 illegal kopierte Bücher kostenlos an.

Die kriminellen und spendablen Raubkopierer versorgen sich meistens selbst völlig legal über den E-Book-Markt. Dieser wächst gewaltig, bei dem bekannten Onlinehändler namens libreka kann man sich auch bereits mehr als 250.000 E-Büchern seine Favoriten auswählen. Bei dem König der Onlinehändler Amazon in den USA sind es bereits mehr als eine Million digitale Bücher, die angeboten werden und auch klassische Büscher Händler wie Thalia bieten mitlerweile Online viele Bücher Digital zum legalen Kauf an.

Der Bücherverlag Kiepenheuer & Witsch, will schon bis Ende diesen Jahres fast 35% der angebotenen Bücher digitalisieren, die Neuerscheinungen werden jetzt bereits von Anfang an als E-Book angeboten. Gut 2 % der hergestellten Bücher, die der Verlag aus Köln letztes Jahr verkaufte, waren bereits nicht mehr aus Papier. Das sind bereits doppelt so viele digitalisierte Bücher wie im Vorjahr.

Doch das Geschafft würde noch besser laufen, wenn es nicht so viele E-Book Nutzer ihre Bücher nicht illegal im Internet Downloaden würden. Die angefressene Buchbranche fordert jetzt angesichts der schwierigen Situation, eine wirksame Abschreckung, zum Beispiel durch einen automatischen Warnhinweis der die Nutzer vor dem Downloaden darauf aufmerksam machen soll, dass der Vorgang Strafbar ist. Zudem soll die Politik jetzt energischer gegen die kriminellen Bücherpiraten vorgehen. „Wir sind seit Jahren mit der Politik im Gespräch über geistigen Diebstahl. Nun wird es Zeit, dass der Gesetzgeber endlich handelt, um die Geschäftsgrundlage von Verlagen und Handel nicht zu gefährden“, wird eindringlich gewarnt. „Wir mahnen an, endlich einen verlässlichen Rechtsrahmen zu schaffen, um gegen Piraterie effektiver vorgehen zu können.“

Der Gesamte Schaden, der durch die kriminelle Piraterie an der Buchindustrie entsteht, ist schätzungshalber der unabhängigen Marktexperten unglaublich groß. In der laufenden Studie zu der digitalen Wirtschaft, wird von dem Unternehmensberater Tera Consultants, für die Kreativwirtschaft in Deutschland, schon vor ungefähr drei Jahren, eine Umsatzeinbuße von über 1,2 Milliarden Euro prognostiziert. Nach Meinung der Marktteilnehmer, werden durch die stetig steigenden Zahlen der elektronischen Bücher, diese Zahlen nun stark anwachsen. Eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

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